Kulturförderung

Brake e. V.

 

 

Archiv über vergangene Veranstaltungen

 

 

Florian Huber
„Kein Engländer soll dies Boot betreten“

04.09.2019


Eintritt: 12,- Euro

Die letzte Fahrt von UC 71

Ein spannender Einblick in den Alltag an Bord eines U-Boots während des Ersten Weltkriegs – und ein archäologisches Abenteuer.

Februar 1919: Es ist kalt, vor Helgoland kämpft sich ein U-Boot der kaiserlichen Marine voran – und sinkt plötzlich. Rund 100 Jahre lang ist der Untergang von UC 71 ein Mysterium, bis Unterwasserarchäologe Florian Huber zum Wrack taucht. Sein Verdacht: Die Besatzung hat das Boot selbst versenkt. Beweisen kann Huber das nicht, doch das Schicksal von UC 71 lässt ihn nicht los. Da kommt ihm ein Zufall zu Hilfe. Es meldet sich ein Mann, dessen Großonkel Georg Trinks auf diesem Schiff als Maschinist diente – und Tagebuch führte, über jedes Gefecht, über seine Ängste. Und die letzten Worte in diesem Tagebuch lösen das Rätsel.

 

Klaus Peter Wolf liest
„Sommerfeldt räumt auf“

02.07.2019

19.00 Uhr  Christuskirche Brake Nord

Eintritt: 12,- Euro

 

Manchmal macht Sommerfeldt den Leuten Angst, dann wiederum möchte man mit ihm befreundet sein und ihn zu sich nach Hause einladen. Manche wären sogar bereit, ihn vor der Polizei zu verstecken. Er ist eine sehr widersprüchliche Figur. Das Abenteuer geht weiter.

 

Hannelore Hoger
12.03.2019

19.00 Uhr  Friedrichskirche Brake

Eintritt: 18,- Euro

Ein Fallada Abend mit Hannelore Hoger und Uwe Naumann

Eine voll besetzte Friedrichskirche: das darf zweifellos als Hommage an die „Grande Dame“ der deutschen Theaterszene gewertet werden. Wer aber Hannelore Hoger auf ihre ehemalige Rolle als Kriminalkommissarin „Bella Block“ reduziert, wird dem künstlerischen Spektrum dieser Ausnahmeschauspielerin kaum gerecht.

Ihre Vielseitigkeit stellt die gebürtige Hamburgerin mit der unverwechselbaren Stimme mit ihrer Lesung „Hans Fallada: Kleiner Mann – was nun“ auf Einladung der Kulturförderung Brake unter Beweis. An ihrer Seite: Uwe Naumann, Soziologe, Germanist und Lektor.

Ihre Lesungen aus Romanen Falladas und die Erläuterungen zum Leben des Schriftstellers und scharf beobachtenden Chronisten kleinbürgerlichen Milieus werden Hoger und Naumann ebenfalls zu einer Hommage an einen Mann gestalten, dessen Leben von Höhen und Tiefen, von wechselnden Erfolgen und Abstürzen, Einweisungen in Trinkerheilanstalten und immer wiederkehrender literarischer Schaffenskraft geprägt war.

Hans Fallada (bürgerlich: Rudolf Ditzen) wurde 1893 in Greifswald als Sohn einer großbürgerlichen Familie geboren, er starb alkohol- und morphinsüchtig 1947 in Berlin. 1932 erlangte Fallada mit dem Roman „Kleiner Mann – was nun?“ erstmals einen riesigen Erfolg und weltweite Anerkennung. Als literarischer Anwalt der „kleinen Leute“ schildert Fallada in diesem Roman die Perspektivlosigkeit eines jungen Paares zur Zeit der Weltwirtschaftskrise. Den Protagonisten, Buchhalter Johannes Pinneberg und seiner schwangeren Freundin Emma, liebevoll „Lämmchen“ genannt, gelingt es trotz der Intrigen ihrer Umwelt zu ihrer Liebe zu stehen. Hannelore Hoger liest das erste Kapitel: es ist bedrückend und hoffnungsvoll zugleich.

Hoger hat zu Hans Fallada und zur Figur des „Lämmchen“ eine ganz besondere Affinität: unter der Regie von Peter Zadek war sie 1972 das „Lämmchen“ in der Bühnenfassung von Tankred Dorst im Schauspielhaus Bochum. Sie erinnert an eine ganz besondere Szene: „Lämmchen hochschwanger, zwängt sich durch die Zuschauerreihen, singt dabei ein Liedchen, stolpert plötzlich über einen Treppenabsatz und fällt. Ein Aufschrei geht durch das Publikum, man springt auf, will ihr helfen, bis sich der Sturz als Regieeinfall entlarvt. Aufatmendes Lachen im Zuschauerraum, es funktionierte bei jeder Vorstellung.“

Ein wahres Schicksal steht hinter Falladas 1947 erschienenen Roman „Jeder stirbt für sich allein“. Hoger liest die Widerstandsgeschichte des Berliner Schreiners Otto Quangel und seiner Ehefrau Anna.

Zum Glück und zum Ende der Lesung hat Hannelore Hoger sich einen Auszug aus den humorvollen „Geschichten aus der Murkelei“ ausgewählt. Sie liest die köstliche Geschichte eines Tierhassers, der am Ende vom Saulus zum Paulus wird. Nach langem und begeistertem Applaus für die beiden Gäste nimmt sich Hannelore Hoger noch Zeit, den Besuchern ihre, im Jahr 2017 erschienene Selbstbiografie „Ohne Liebe trauern die Sterne“ zu signieren

Veranstaltungsreihe Sai(ei)tensprünge:

Mit der Veranstaltungsreihe Sai(ei)tensprünge wollte die Kulturförderung Brake das kulturelle Angebot mit klassischen und modernen musikalischen Erlebnissen bereichern.

 

Markus Segschneider

10.02.2019

Christuskirche Brake Nord

Markus Segschneider (* 1971) hat seit 1994 eine eigene Band und zahlreiche Soloauftritten sowie eigene cd- Produktionen. Seit 2008 gibt er mehr als 80 Solo-Konzerte pro Jahr.

Es ist kein Geheimnis: Fürs Gitarrespielen sind zwei Hände nötig. Doch zwei Hände und zehn Finger so kunstvoll auf Saiten und Gitarrenhals rhythmisch und melodiös synchron zu arrangieren, dass dabei Atemberaubendes herauskommt, das kann einen schon in ungläubiges Staunen versetzen. Zu der Riege solcher Saitenkünstler und Flitzefinger gehört der Kölner Markus Segschneider.

Ludwig Frankmar

23.02.2019

Bartholomäuskirche Brake

Ludwig Frankmar spielte in Brake Werke von Bach, Marais und Ortiz auf seinem Barockcello. Er stammt aus einer schwedischen Familie von Kirchenmusikern. Nachdem er an der Musikhochschule Malmö bei Guido Vecchi studiert hatte, war er Orchestermusiker am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und Solist an der Göteborgsoper. Der Neuen Musik zugetan, kam er schließlich durch den Kontakt mit Kirchenmusikern zur Alten Musik und zur Historischen Aufführungspraxis.
Sein fünfsaitiges Barockcello wurde in Mozarts Geburtsjahr 1756 von Louis Guersan in Paris gebaut. Sein Repertoire reicht von Musik der Renaissance bis hin zur Frühklassik. Die Ähnlichkeit zwischen einem fünfsaitigen Barockcello und einer Viola da Gamba erlaubt ihm zusätzlich Werke der Gambenliteratur vorzutragen; unter anderem von Diego OrtizMarin Marais und Carl Philipp Emanuel Bach.
Er lebt in Berlin und ist seit 2017 Mitglied des Ensembles der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Berlin-Lankwitz. Er ist verheiratet und konzertiert mit der Kirchenmusikerin und Sängerin Jana Czekanowski-Frankmar.

Shoshana

09.02.2019

Schiffahrtsmuseum Brake

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sai(ei)tensprünge“ trat das Ensemble „Shoshana“ am 9.2.2019 im Haus Borgstede & Becker vor rund 30 Zuhörern auf. Der Gruppenname „Shoshana“ ist vom hebräischen Wort für Lilie abgeleitet. Die Gruppe, die aus den Künstlern Leonid Norinsky (Knopfakkordeon, Gesang), Ina Norinska (Gesang, Tanz, Percussion) und Larissa Faynberg (Violine) besteht, führte die Zuhörer in die jiddische Musik ein.

Das jiddische Wort Klezmer bedeutet Musiker. Heutzutage wird Klezmer als Schlagwort für die traditionelle Instrumentalmusik der jiddischsprachigen Juden Osteuropas verwendet. Zwischen 1881 und 1921 kam die Klezmer mit den Auswanderungswellen in die USA. Lange Zeit führte die Musikrichtung ein Nischendasein, bevor sie in 1980er Jahren ein Wiederaufleben erfuhr. Mit „Shoshana“ hat die Kulturförderung im wortwörtlichen Sinne der Bevölkerung die Chance geboten, eine Musikrichtung kennenzulernen, die nicht jedem hierzulande bekannt ist

„Shoshana“ verstand es, die gesamte Bandbreite des Lebens, die aus der jiddischen Musik spricht, überzeugend herüberzubringen. So war in vielen Stücken eine Mischung aus Melancholie, Sehnsucht und Wehmut herauszuhören, die allesamt jedoch in Ausgelassenheit endeten. Die gelungene Mischung aus Gesang, Musik und humorvollen Einlagen trugen zu einem kurzweiligen Abend bei. Die Verbundenheit zur Musik war den Künstlern jederzeit anzusehen, die mit Freude und Engagement ihr Können zeigten. In geschickter Weise wurde das Publikum bei einzelnen Stücken aktiv mit einbezogen. Der Dank des Auftritts: ein langanhaltender Applaus.

magnifiSAX

03.02.2019

Christuskirche Brake Nord

Den Auftakt machten 3.2.2019 die Westfälischen Saxophoniker mit ihrem Konzert „MagnifiSAX“ in der Christuskirche Brake-Nord.

Die Grundlage des Konzerts stellt die Vertonung des lateinischen „Magnificat“ durch Johann Sebastian Bach dar. Hierbei handelt es sich um einen Lobgesang auf Maria, dessen Quelle das Lukasevangelium ist. Mit den lateinischen Worten „Magnificat anima mea Dominum“ (Meine Seele preist den Herrn), beginnt der Lobgesang Marias. „Magnificat“ ist eine der wenigen erhaltenen Vertonungen eines lateinischen Textes durch Bach. Das Besondere am Auftritt der Westfälischen Saxophoniker war es, dass das ursprüngliche vertonte „Magnificat“ durch Jazz-Stücke erweitert wurde.

Der Ort und der Termin hätten für die Auftaktveranstaltung nicht besser gewählt werden können. Aufgrund der engen Verbindung des Werkes zum christlichen Glauben, war der Veranstaltungsort in der Christuskirche geschickt gewählt worden. Und auch der Termin war nahezu eine Punktlandung. Im Kirchenkalender ist der 2. Februar ein wichtiger Tag: 40 Tage nach Weihnachten beendet die „Lichtmess“ die Weihnachtszeit. Spätestens jetzt werden die Krippen und die Weihnachtsbäume abgebaut. In der Christuskirche konnten die Krippe und der leuchtende Stern ausnahmsweise auch noch am 3. Februar zum Konzert bewundert werden, da „Magnificat“ auf wesentliche Elemente der Weihnachtsgeschichte Bezug nimmt.

Die neun Musiker der Westfälischen Saxophoniker nutzten in dem rund 80-minütigen Konzert die Räumlichkeiten der Christuskirche voll aus. Sie zeigten, dass es möglich ist, klassische Musik mit modernen Musikrichtungen zu kombinieren. Die Zuhörer dankten es ihnen am Ende mit einem lang anhaltenden Applaus.

Die Organisatoren sind mit der Auftaktveranstaltung der neuen Veranstaltungsreihe „Sai(ei)tensprünge“ voll zufrieden. Die Vorsitzende Eleonore Gollenstede sagte, dass „es stets auch ein Wagnis ist, eine neue Reihe zu etablieren, da im vornherein nie feststeht, inwieweit die Bevölkerung diese annimmt“. Mit „MagnifiSAX“ hat die Kulturförderung das richtige Gespür gehabt, was die vollen Ränge in der Christuskirche zeigten.

Vortrag Prof. Gansel

Oktober 2018

 

Vortrag Prof. Gansel über „Odyssee in rot“, Roman des Braker Ehrenbürgers Georg von der Vring .

Lesung Klaus Modick und „Keyserlings Geheimnis“ 

Oktober 2018

Klaus Peter Wolf

31.07.2018

Christuskirche Brake Nord

Klaus Peter Wolf und Bettina Göschl in Brake in der Christuskirche mit einem Krimi um den mörderischen Dr. Sommerfeld, hier mit Pastor Christian Egts und Vorsitzender Eleonore Gollenstede.

Peter Hamm

März 2018

Schiffahrtsmuseum Brake

 

Der Lyriker Peter Hamm hielt zum 50. Todestag von Georg von der Vring einen Vortrag im Braker Schiffahrtsmuseum unterstützt von der Kulturförderung Brake.

Vorlesung Klaus Cäsar Zehrer

Februar 2018

Schiffahrtsmuseum Brake

Vorlesung von Klaus Cäsar Zehrer im Schiffahrtsmuseum aus seinem Buch „Das Genie“‚.